1. Funktionsweise
- Die Rate bleibt konstant: Die monatliche Rate (Annuität) ist während der gesamten Zinsbindungsphase gleich hoch.
- Zins und Tilgung: Der Zinsanteil sinkt mit der Zeit, während der Tilgungsanteil steigt.
2. Veränderung des Zins- und Tilgungsanteils
Das Annuitätendarlehen beginnt mit einem hohen Zinsanteil und niedrigen Tilgungsanteil. Da die Restschuld durch monatliche Tilgung reduziert wird, sinkt der zu zahlende Zinsanteil – der Tilgungsanteil steigt entsprechend.
3. Zinsbindungsfrist
Das Annuitätendarlehen hat üblicherweise eine Zinsbindungsfrist von 5, 10, 15 oder 20 Jahren. Nach Ablauf der Zinsbindung bleibt häufig eine Restschuld, die entweder mit einer Anschlussfinanzierung oder einer Volltilgung beglichen werden muss.
4. Vorteile
- Planungssicherheit: Die gleichbleibenden Raten sorgen für eine verlässliche Kalkulationsgrundlage.
- Kostentransparenz: Die festen Raten machen die Kostenentwicklung vorhersehbar.
- Tilgungsanstieg: Durch den sinkenden Zinsanteil erhöht sich der Tilgungsanteil automatisch.
5. Nachteile
- Lange Rückzahlungsdauer: Je niedriger die anfängliche Tilgung, desto länger dauert die vollständige Rückzahlung.
- Zinsänderungsrisiko: Nach Ablauf der Zinsbindungsfrist kann sich der Zinssatz ändern.
6. Rechenbeispiel
- Kreditsumme: 200.000 €
- Zinssatz: 2,5 % pro Jahr
- Anfängliche Tilgung: 2 % pro Jahr
- Monatliche Rate: 750 € (Zinsanteil anfänglich 416,67 € / Tilgung 333,33 €)