Merkmale des Energieausweises
Verbrauchs- und Bedarfsausweis
Der Verbrauchsausweis orientiert sich am tatsächlichen Energieverbrauch der Bewohner der letzten drei Jahre. Diese Variante ist kostengünstiger und besonders für Mehrfamilienhäuser mit mindestens fünf Wohneinheiten geeignet.
Der Bedarfsausweis ermittelt den Energiebedarf anhand der Gebäudetechnik und -hülle (Fenster, Wände, Dach) sowie weiterer baulicher Merkmale. Diese Variante ist aufwändiger und teurer, liefert jedoch eine objektivere Bewertung und wird für ältere Gebäude mit weniger als fünf Wohneinheiten benötigt.
Energieeffizienzklassen und Skala
Das Dokument zeigt eine farbcodierte Skala von grün (geringer Verbrauch) bis rot (hoher Verbrauch). Die Klassifizierung reicht von A+ (sehr effizient) bis H (sehr ineffizient), gemessen in Kilowattstunden pro Quadratmeter pro Jahr.
Empfehlungen zur energetischen Sanierung
Das Dokument enthält oft unverbindliche Vorschläge zur Effizienzverbesserung, etwa durch Wärmedämmung, Fenstererneuerung oder Heizungsmodernisierung.
Bedeutung beim Immobilienverkauf
Beim Verkauf oder der Vermietung einer Immobilie ist der Energieausweis gesetzlich vorgeschrieben. Er muss Kaufinteressenten bei der Besichtigung unaufgefordert vorgelegt werden. Ein gutes Energierating kann den Immobilienwert positiv beeinflussen.