1. Arten der Dämmung
- Dach- und Obergeschossdämmung: Besonders wichtig, da warme Luft nach oben steigt. Gängige Methoden sind Zwischensparrendämmung, Untersparrendämmung und Aufsparrendämmung.
- Außenwanddämmung: Reduziert Wärmeverluste und schützt das Gebäude vor Witterungseinflüssen. Man unterscheidet die Vollwärmeschutzdämmung und die Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk.
- Innendämmung: Wird oft bei denkmalgeschützten Gebäuden angewendet.
- Keller- und Bodendämmung: Die Dämmung der Kellerdecke oder Bodenplatte ist bei unbeheizten Kellern sinnvoll.
- Fenster- und Türen-Dämmung: Moderne Fenster und Türen mit Mehrfachverglasung können Wärmeverluste deutlich verringern.
2. Dämmmaterialien
- Mineralwolle (Glaswolle, Steinwolle): Weit verbreitet, gute Dämmwirkung, nicht brennbar und schallisolierend.
- Polystyrol (EPS und XPS): Häufig als Hartschaumplatten, günstig, wasserabweisend.
- Naturdämmstoffe: Holzfaser, Zellulose, Hanf und Schafwolle – umweltfreundlicher, aber höhere Kosten.
- Vakuumdämmung: Sehr dünne Platten mit extrem guter Dämmwirkung, teurer.
3. Vorteile einer guten Dämmung
- Energieeinsparung: Eine gute Dämmung reduziert den Heizbedarf und senkt Energiekosten um bis zu 30 % oder mehr.
- Umweltschutz: Durch geringeren Energieverbrauch werden CO₂-Emissionen reduziert.
- Wertsteigerung der Immobilie: Energetisch sanierte Immobilien erzielen höhere Verkaufspreise.
- Wohnkomfort: Sorgt für gleichmäßige Temperaturen und dämpft Außengeräusche.
4. Gesetzliche Vorgaben und Förderung
- Durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) sind bestimmte Dämmstandards festgelegt.
- Förderprogramme: Staatliche Förderungen durch die KfW-Bank oder BAFA unterstützen Dämmmaßnahmen.
5. Wirtschaftlichkeit
- Dämmmaßnahmen können sich je nach Umfang innerhalb von 10 bis 20 Jahren amortisieren.
- Einzelmaßnahmen wie die Dämmung der Kellerdecke sind oft günstiger und schneller amortisierbar.